Was kostet denn ein Haus?

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Diese Frage stellt sich doch bestimmt jeder der mit dem Gedanken spielt selbst ein Haus zu bauen. Auch ich und meine Frau stehen momentan vor der Frage, wieviel Haus wir uns denn eigentlich leisten können. Natürlich kann man sich auf die Katalogpreise der Fertighausbauer verlassen und noch einen Prozentsatz auf den Preis draufschlagen wenn man anstelle eines Fertighauses doch lieber das Haus von einem Architeken planen lassen möchte.

Kostenzusammensetzung

Natürlich ist der Preis eines Hauses abhängig von Exklusivität und Einrichtungsstandard. Wenn man aber als Familie ein Haus neu plant, kann man ja noch nicht wissen welchen Standard man sich nachher leisten kann, es sei denn das Geld spielt eine untergeordnete Rolle (herzlichen Glückwunsch, Sie haben Ihr Ziel erreicht).
Grundsätzlich setzen sich die Kosten aus drei Hauptfaktoren zusammen:
Zum einen gibt es die sogenannte Kostengruppe 300 (Bauwerk – Baukonstruktionen) und zum anderen die Kostengruppe 400 (Bauwerk – technische Anlagen). Diese beiden Kostengruppen sind alle Kosten für die ein Architekt und Bauleiter den Kopf hinhält. Zusätzlich kommen dann noch die Kosten für den Architekten selbst und eben die Baunebenkosten dazu.

Pauschalwertberechnung

Wie ihr seh, kann das ganze schnell kompliziert und unübersichtlich werden. Deshalb bekommt man in den ersten Gesprächen mit Bauleitern immer eine Pauschalwertberechnung  für das zu entstehende Eigenheim. Selbst dabei gibt es verschiedene Berechnungsmodelle. Ich konzentriere mich deshalb auf die Berechnung auf Basis der Bruttogrundfläche.
Die Brutogrundfläche ist die zu bebauende Grundfläche inklusive aller Wände. Das heißt vereinfacht gesagt bei einer Eigenheim-Grundfläche von 10m x 10m und zwei Stockwerken, würde das Haus eine Brutto-Grundfläche von 2 x 20x10m = 200 m² besitzen. Man nehme also den Grundriss der Fläche und multipliziere diesen mit der Anzahl der Stockwerke.
Die Kostengruppen 300 und 400 kosten nach dieser Berechnung ca. 1.250€ pro Quadratmeter Brutto-Grundfläche. Dazu sollte man noch ca. 20% für Bauleiter-Provisionen einberechnen. Ganz pauschal kann man sagen, pro Quadratmeter Haus kann man mit 1.500€ Kosten rechnen. Dabei ist zu beachten, dass 1 Qudratmeter Haus nicht mit 1 Quadratmeter Nutzfläche gleichzusetzen ist (sondern eher mit 0,73 m²).

Die Nebenkosten nicht vergessen

Oftmals werden die Baunebenkosten entweder vergessen oder verschwiegen. Zu den Baunebenkosten gehören unter anderem die Anschlusskosten um das spätere Haus mit Strom, Wasser und evenuell Heizbrennstoff zu versorgen. Außerdem sind mobile Einrichtungen wie eine Küche nicht über die Bankfinanzierung abdeckbar (zumindest haben mir das die drei Finanzierungshäuser so mitgegeben). Kosten für die Außenanlage werden dabei auch gerne rausgerechnet obwohl diese auch oft fünfstellig werden können und da ist noch kein eigener Pool dabei.

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