Wie entsteht ein Keller?

Direkt nach dem Aushub einer Baugrube gehen auch schon die Vorarbeiten für den Keller los. Doch wie setzt sich ein Keller überhaupt zusammen? Was ist ratsam und welche Fakten müssen unbedingt beachtet werden?

Aus welchen Bestandteilen besteht ein Keller

In aller Regel wird ein Keller aus einer Bodenplatte, diversen Stellwänden und einer Decke zusammengebaut. Alle Teile bestehen dabei aus Stahlbeton, da nachher ja ein gesamtes Haus darauf stehen soll. Dabei können die drei Bestandteile aus Fertigteilen bestehen oder durch sogenannten Ortbeton neu gegossen werden.

Die Bodenplatte

Die Bodenplatte ist nicht nur eine im Wasser ausgerichtete Platte auf der nachher Mauern entstehen. Sie ist viel mehr. Eine Bodenplatte wird in aller regel immer auf sogenannte Streichenfundamente gesetzt. Diese Streifenfundamente verbinden die Bodenplatte mit dem Erdreich und stellen sicher, dass das spätere Haus nicht abkippt. Eine Bodenanalyse im Vorfeld ist trotzdem ratsam.DJI_0054

In einer Bodenplatte wird im Optimalfall die gesamte Abwasser-Technik verlegt. Dies ist aber immer abhängig vom Niveau der Kanalisation am Baugrundstück. Es gibt Keller die ein tieferes Niveau haben als die Kanalisation an die sie angeschlossen werden. In dem Fall hat der Bauherr zwei Optionen; Entweder das Haus wird so weit aus dem Boden heraus gehoben, dass sich die gesamte Abwassertechnik über der Kanalisation befindet oder er entschließt sich für den Einbau einer Abwasser-Hebeanlage.
Diese Hebeanlage befördert mittels Pumptechnik das angefallene Abwasser über das Kanalisations-Niveau.

Die Keller-Außenwände

Kellerwände können ebenfalls aus Fertigteilen bestehen oder individuell gegossen werden. Bei Fertigteilen ist zu beachten, dass Fenster an die richtige Position geplant werden was bei einem guten Bauleiter, Architekten oder Bauträger kein Problem darstellt. Trotz allem würde ich empfehlen, gerade zu Beginn der Bauphase alles zweimal zu kontrollieren um ein gewisses Vertrauen zu den beteiligten Baupartnern aufbauen zu können.
Bei Mauerwänden in Ortbeton können individuelle Wünsche beachtet werden. Beispielsweise ist es üblich, dass Waschküchen in den Keller geplant werden. Die Strom-Zuleitung und auch diverse Wasserleitungen können hier durch Vertiefungen in der Wand berücksichtigt werden. So erspart man sich als Bauherrin die unschönen Aufputz-Kanäle die in vielen Kellern mittlerweile zum Standard gehören. Die Dämmung der Außenwände ist ein wichtiges Thema. Da meistens Kellerwände auf Erdreich treffen, ist es hier essentiell eine feuchtigkeitsundurchlässige Dämmung herzustellen.
Innenwände im Keller können konventionell danach gemauert werden. Dies empfiehlt sich vor allem dann, wenn man den Innenausbau noch nicht perfekt zu Ende geplant hat. Zumal gemauerte Wände ein deutlich angenehmeres Klima vermitteln als Betonwände.

in Ortbeton gegossene Kellerwände
Keller Außenwände

Die Kellerdecke

Die Kellerdecke kann bereits weitaus komplexer sein. Unabhängig davon, ob Fertigdecke oder Ortbeton, in der Kellerdecke sollte von Seiten der Elektrik mindestens die Beleuchtung eingeplant und durch Leerrohre verlegt werden. Wer in seiner Elektrikplanung bereits schon einen Schritt weiter ist, kann natürlich auch schon Steckdosen-Zuleitungen oder sogar Steuerungen für eine eventuelle Fussbodenheizung mit verlegen. Dies erspart im späteren Verlauf das anstrengende Schlitzklopfen und Verspachteln.

Kellerdecke mit Abwasser-Technik
Kellerdecke mit Abwasser-Technik

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